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Preisträger des German Renewables Awards 2019 © EEHH GmbH

Innovationen der Erneuerbare-Energien-Branche ausgezeichnet

Das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg hat in vier Kategorien den German Renewables Award vergeben

Virtuelle Kraftwerke, Power Purchase Agreements, nachhaltige Wärmeversorgungskonzepte in Gewerbeunternehmen – die Preisträger des diesjährigen achten German Renewables Awards forschen und arbeiten am Puls der Zeit der Erneuerbare-Energien-Branche. Die Auszeichnungen wurden am Donnerstag (28.11.) in Hamburg vergeben.

Im Sommer es trotz Hitze ohne Klimaanlage im Büro und Labor aushalten? Das von Dr. Eckart Jantzen, Geschäftsführer des Bergedorfer Lebensmittellabors Galab, für sein neues Laborgebäude gewählte Konzept macht es möglich. Durch eine Kombination aus Eisspeicher und Wärmepumpe kann das Labor ohne den Einsatz einer weiteren Energiequelle betrieben werden, alles auf Grundlage von Wasser als Speichermedium. Das Ergebnis: eine Emissionseinsparung von 70 Prozent. Jantzen hat für sein neues Laborgebäude ein Kühlsystem eingesetzt, das auf Grundlage von Wasser Räume kühlt.

Dafür wurde er am Donnerstag (28.11.) vom Cluster Erneuerbare Energien Hamburg beim 8. German Renewables Award mit dem ‚Projekt des Jahres’ ausgezeichnet. Im Altonaer Opernloft im Hamburger Hafen wurden Dr. Jantzen und weitere Ausgezeichnete für ihre Arbeit und Forschung im Bereich der Erneuerbaren Energien als Sieger gekürt. Neben dem Projekt des Jahres entschied die achtköpfige Fachjury im Vorfeld über die Produktinnovation des Jahres, die Studentenarbeit des Jahres, das Lebenswerk und den Journalistenpreis.

Windstrom speichern

„Es sind die naheliegenden Dinge, die in Summe eine riesige Wirkung auslösen. Etwas Naheliegendes tun, nicht auf Förderung warten, an den Instinkt und an die Machbarkeit des energetisch scheinbar unmöglichen glauben, lassen uns mit etwas weniger Sorgen in die Zukunft blicken“, sagte Sieger Dr. Eckart Jantzen.

Und auch die Speicherung von überschüssigem Windstrom ist ein Dauerthema der Erneuerbare-Energien-Branche. Das Team der Westmecklenburgischen Energieversorgung AG (WEMAG) in Schwerin hat jetzt vielleicht einen Lösungsansatz entwickelt: Der WBS 500 von Jost Broichmann und Tobias Struck ist eine Art Transformator- und Schaltstation, die auch im Fall einer Netzunterbrechung mit Strom versorgen kann und eine Ladestelle für e-Autos bietet. Dafür wurde sie mit der ‚Produktinnovation des Jahres’ ausgezeichnet.

Weitere Preisträger

Die ‚Studentenarbeit des Jahres’ leistete Svantje Schulz, die in ihrer Masterarbeit zu Alternativmodellen für die Förderung Erneuerbarer Energien forscht. Als sogenannte Power Purchase Agreements (PPA) bezeichnet man langfristige Stromlieferverträge zwischen zwei Parteien. Frau Schulz analysierte, wie neue Finanzierungsrisiken bewertet werden und wie eine sichere und transparente Umsetzung von PPAs aussehen kann. Für sein Lebenswerk wurde der ehemalige CDU-Staatssekretär Dr. Wolfgang von Geldern ausgezeichnet, der sich für Umweltschutz und Erneuerbare Energien einsetzt. Den ‚Journalistenpreis des Jahres’ erhielt Christian Hattesen für ‚Die Pioniere der Energiewende – Die Klimaschützer aus dem Hunsrück’ im SWR.
js/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de
www.erneuerbare-energien-hamburg.de
www.galab.de
www.wemag.com
Die Pioniere der Energiewende – Die Klimaschützer aus dem Hunsrück

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