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Hamburg verpflichtet öffentliche Unternehmen zur Nachhaltigkeit

Kompensationszahlungen und Nachhaltigkeitsberichte – Ab 2020 enthält der Hamburger Corporate Governance Kodex Bestimmungen zum Thema Nachhaltigkeit

Der Senat hat den Hamburger Corporate Governance Kodex (HCGK), das Regelwerk für gute Unternehmensführung in den öffentlichen Unternehmen, um Bestimmungen zum Thema Nachhaltigkeit erweitert. So müssen große, städtische Unternehmen ab dem 1. Januar 2020 die Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) verbindlich berücksichtigen und gegenüber ihrem Aufsichtsrat dazu Rechenschaft ablegen. Außerdem sind sie dazu verpflichtet, alle zwei Jahre einen Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen. In Hamburg fallen rund 30 Hamburger Unternehmen unter diese neue Regelung.

Kompensationszahlungen für Flugreisen

„Mit unseren neuen Bestimmungen zur Nachhaltigkeit entwickeln wir den Wertekatalog für unsere öffentlichen Unternehmen an entscheidender Stelle weiter. Das Thema Nachhaltigkeit ist weit mehr als Klimaschutz, es nimmt Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganzheitlich in den Blick und umfasst neben wirtschaftlichen auch soziale Aspekte“, sagte Finanzsenator Dr. Andreas Dressel. Der neue HCGK verpflichtet Unternehmen außerdem, für dienstliche Flugreisen Kompensationszahlungen an die Leitstelle Klima der Behörde für Umwelt und Energie zu zahlen.

HCGK ergänzt Nachhaltigkeitsstrategie

Dabei würden einige Unternehmen bereits mit gutem Beispiel voran gehen, so Dressel weiter. Stromnetz Hamburg oder auch die Stadtreinigung veröffentlichen bereits Nachhaltigkeitsberichte. Positiv sei außerdem, dass der neue HCGK die Nachhaltigkeitsstrategie der Hamburger Finanzbehörde in den Themen Green Finance, nachhaltiger Einkauf und nachhaltige Immobilienwirtschaft ergänze.

10 Jahre Hamburger Corporate Governance Kodex

Der HCGK wurde 2009 eingeführt. Dabei fallen alle Unternehmen unter die Regelung, an denen die Freie und Hansestadt Hamburg oder die Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV) mehrheitlich beteiligt ist und die eine eigene Geschäftstätigkeit aufweisen. Die Unternehmen müssen einmal jährlich eine sogenannte Entsprechenserklärung zum Hamburger Corporate Governance Kodex abgeben und darin mögliche Abweichungen erläutern. Die neue Berichtspflicht umfasst Unternehmen, die zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: Die Bilanzsumme ist größer als 20 Millionen Euro, die Umsatzerlöse sind größer als 40 Millionen Euro oder es gibt mehr als 250 Beschäftigte.
js/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.beteiligungsbericht.fb.hamburg.de

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