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InterACt: Hamburg bekommt Leibniz-Wissenschaftscampus

6,6 Millionen Euro Förderung für Kooperationsprojekt zur Erforschung von Infektionsverläufen

Hamburg hat erfolgreich einen Leibniz-Wissenschaftscampus eingeworben: InterACt (Integrative analysis of pathogen-induced compartments) ist ein Kooperationsprojekt zur stärkeren Vernetzung des Heinrich-Pette-Instituts, Leibniz-Instituts für Experimentelle Virologie (HPI) und der Universität Hamburg im Bereich der Infektions- und Strukturbiologie. Die Wissenschaftler wollen die Funktionsweisen und Strukturen von Viren, Bakterien und Parasiten erforschen. Das Projekt startet am 1. Mai 2019, über die kommenden vier Jahre soll InterACt eine Förderung von insgesamt 6,6 Millionen Euro erhalten.

Erforschung von Infektionsverläufen

InterACt soll die Rolle sogenannter Reaktionsräume von Zellen untersuchen. Dies sind Nischen, die von Krankheitserregern im Verlauf des zellulären Infektionsvorgangs oft für bestimmte Stadien ihres Lebenszyklus’ genutzt werden. Das Ziel des Projekts besteht darin, die Vorgänge und Strukturen in den Reaktionsräumen zu untersuchen und langfristig neue Zugänge für Therapieansätze zu finden. Dafür entstehen vier neue Forschungsgruppen, die Themen an der Schnittstelle zwischen Virologie und integrativer Datenanalyse bearbeiten wollen.

Stärkung der Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Zudem soll mit dem neuen Campus die Zusammenarbeit von universitärer und außeruniversitärer Forschung gestärkt werden. „Die Entstehung des neuen Leibniz-Wissenschaftscampus zur Frage der Infektionsforschung ist ein weiteres Beispiel für die exzellente Zusammenarbeit der Universität mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen”, so Universitätspräsident Prof. Dr. Dieter Lenzen. „Und diese Zusammenarbeit hat Zukunft: Gemeinsam wollen wir in Hamburg den zahlreichen Infektionserregern zu Leibe rücken“. An der Förderung von InterAct in der Höhe von rund 6,6 Millionen Euro beteiligt sich die Universität Hamburg mit 2,8 Millionen Euro, rund 1,5 Millionen Euro kommen vom HPI, weitere 1,2 Millionen von der Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und rund 1,1 Millionen Euro von der Leibniz Gemeinschaft.
cf/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.uni-hamburg.de

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