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European XFEL mit einem weiteren Gesellschafter – Italien - © European XFEL

Italien wird viertgrößter Gesellschafter bei European XFEL

Hamburg begrüßt einen weiteren Gesellschafter des weltgrößten Röntgenlasers

Von Anfang an dabei: Das Partnerland Italien begleitet die Forschungseinrichtung European XFEL bereits seit ihrer Gründung im Jahre 2009. Nun erhalten die von Italien benannten Gesellschafter National Institute für Nuclear Physics (INFN) und der National Research Council (CNR) mit der Übertragung von Geschäftsanteilen das volle Stimmrecht im European XFEL-Council, dem obersten Leitungsgremium der Einrichtung. Entsprechend den Gesellschafteranteilen trägt Italien auch 2,9 Prozent der Bau- und Betriebskosten und ist damit der viertgrößte Beitragszahler nach Deutschland, Russland und Frankreich.

Eines der größten europäischen Forschungsprojekte

Der Röntgenlaser XFEL produziert extrem helle und ultrakurze Lichtblitze, die mithilfe spezieller Experimentierstationen neue Einblicke in atomare Details und in schnelle Prozesse im Nanokosmos ermöglichen sollen. Mit Kosten von 1,22 Milliarden Euro (Preisniveau 2005) für Bau und Inbetriebnahme und einer Länge von 3,4 Kilometern gilt European XFEL eines der größten und ambitioniertesten europäischen Forschungsprojekte.

Engere Zusammenarbeit mit Italien

Der Geschäftsführer des weltgrößten Röntgenlasers, Geschäftsführer Prof. Robert Feidenhans’l, sagt: „Italien war immer ein starker und wichtiger Partner. Wir begrüßen es daher sehr, dass unsere italienischen Kollegen nun auch offiziell Gesellschafter geworden sind und freuen uns auf eine künftig noch engere Zusammenarbeit.“ European XFEL ist eine gemeinnützige Gesellschaft. Die Gesellschafter werden von den Regierungen der Partnerländer benannt. Mit Italien sind nun zehn der zwölf European XFEL-Partnerländer zugleich auch Gesellschafter.
sb

Quelle und weitere Informationen
www.xfel.eu

Über European XFEL

Der European XFEL ist eine internationale Forschungsanlage der Superlative in der Metropolregion Hamburg: Sie erzeugt ultrakurze Laserlichtblitze im Röntgenbereich – 27 000 Mal in der Sekunde und mit einer Leuchtstärke, die milliardenfach höher ist als die der besten Röntgenstrahlungsquellen herkömmlicher Art. Forschergruppen aus aller Welt können an dem europäischen Röntgenlaser atomare Details von Viren und Zellen entschlüsseln, dreidimensionale Aufnahmen im Nanokosmos machen, chemische Reaktionen filmen und Vorgänge wie die im Inneren von Planeten untersuchen.

Die European XFEL GmbH ist eine gemeinnützige Forschungsorganisation, die von internationalen Gesellschaftern getragen wird. Diese werden jeweils von den Regierungen der internationalen Partner benannt. Sie verpflichten sich in einem völkerrechtlichen Abkommen dazu, den European XFEL gemeinsam zu betreiben. Derzeit beteiligen sich zwölf Länder: Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Russland, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Spanien, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Die European XFEL GmbH arbeitet eng mit dem Forschungszentrum DESY und weiteren internationalen Institutionen zusammen. Sie beschäftigt mehr als 350 Mitarbeiter. Im September 2017 wurde die Anlage feierlich eröffnet und zur Nutzung freigegeben.

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