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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) © Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Super-Mikroskope entschlüsseln erste Signale der Immunantwort

Wissenschaftler des Universitätsklinikums UKE untersuchten Immunsystem mit Hochleistungsverfahren. Neue Erkenntnisse

Wie das Immunsystem bereits 50 Millisekunden nach der Aktivierung der Zellen reagiert, haben Wissenschaftler des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit Hilfe von mikroskopischen Hochleistungsverfahren erstmals untersucht. Die Wissenschaftler erhoffen sich nach Angaben des UKE nun, mit den gewonnenen neuen Erkenntnissen die Entstehung autoreaktiver T-Zellen und somit die Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoider Arthritis besser zu verstehen.

Beteiligte Prozesse untersucht

Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk zum Schutz unseres Körpers vor Krankheitserregern. Unterschieden wird zwischen der angeborenen (unspezifischen) und erworbenen (hochspezifischen) Immunantwort. Einen wesentlichen Teil der erworbenen Immunantwort stellen die sogenannten T-Zellen dar. Gerät das Immunsystem aus der Balance, können autoreaktive T-Zellen entstehen, die das körpereigene, gesunde Gewebe bekämpfen und somit eine Autoimmunerkrankung hervorrufen.

„Wir haben in unserer Studie die ersten Sekunden der Aktivierung von T-Zellen und die beteiligten biochemischen Signalprozesse untersucht“, erläutert Prof. Dr. Dr. Andreas Guse, Direktor des Instituts für Biochemie und Molekulare Zellbiologie des UKE. Dabei konnten zugrundliegende Mechanismen bereits 50 Millisekunden nach Aktivierung der Zellen gemessen werden. „Eine so hohe zeitliche Auflösung war bisher weitgehend unbekannt”, so Guse. Verwendet wurden hierfür unterschiedliche mikroskopische Hochleistungsverfahren, darunter die Super-Resolutions-Mikroskopie.
js

Weitere Informationen:
www.uke.de

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