Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff - © HMG www.mediaserver.de Christian Spahrbier
© Mathias Adler. Foto: Senator Westhagemann, H. Falk und Moia Team

Aus Hamburg in die Welt: Moia startet Testbetrieb

Ab sofort schwarz-gelbe Moia-Fahrzeuge im Hamburger Straßenbild. Finale Testphase vor öffentlichem Start im Frühjahr

Mit der ersten Fahrt auf einer öffentlichen Straße stellten Moia, der Mobilitätsdienstleister des Volkswagen Konzerns, die Stadt Hamburg und die Hochbahn an diesem Mittwoch die neuen vollelektrischen Fahrzeuge vor. Von nun an gehören die schwarz-gelben Fahrzeuge zum Hamburger Straßenbild, zunächst noch im Rahmen einer letzten Testphase, in der Moia technische Erprobungen durchführt und mehrere hundert Fahrer schult. Nach Abschluss dieser Testphase startet voraussichtlich im April dieses Jahres der öffentliche Betrieb. Das Projekt soll eine Ergänzung zu den bestehenden Mobilitätsanbietern in Hamburg sein und ist Teil der Hamburger Strategie für den Kongress der intelligenten Transportsysteme, der 2021 in der Hansestadt stattfindet.

Ergänzung im Hamburger-Mobilitätsmix

„Innovationen sind entscheidend, um die Mobilität in Hamburg umweltfreundlicher, leiser und sicherer zu machen. Ridesharing-Dienste schließen die Lücke zwischen Taxi und öffentlichem Nahverkehr – Einzelfahrten werden reduziert, der Stadtverkehr insgesamt entlastet. 2021 werden wir Gastgeber des ITS-Weltkongresses sein. Diese Chance wollen wir nutzen, um die Digitalisierung und Effizienz auf unseren Straßen weiter voranzubringen”, so Michael Westhagemann, Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovationen bei der Präsentation am Mittwoch.

In Hamburg entwickelt

“Aus Hamburg in die Welt”, ergänzt Moia COO Robert Henrich. Die VW-Tochter Moia hat den Dienst zu großen Teilen in Hamburg entwickelt. Bereits 100 Mitarbeiter arbeiten in den Stadthöfen an dem System, das nach einer erfolgreichen Markteinführung in der Hansestadt in weitere Städte exportiert werden soll. Der Einsatz in Hamburg sei der weltweit größte Versuch für ein Mobility-On-Demand-System. Die Nachfrage nach solchen Systemen nimmt vor dem Hintergrund der urbanen Probleme wie Stau, Luftverschmutzung und Lärm zu. Hamburg werde immer mehr zur Hauptstadt Deutschlands für intelligente Mobilität, so Henrich weiter.

M. Westhagemann; H. Falk; Team Moia

Heute schon gepoolt? – Buchung per App

Beim sogenannten Ridesharing sollen der Individualverkehr durch ein Mobilitätsangebot reduziert und die Straßen effizienter genutzt werden. Per App können Hamburger Fahrten buchen und eine neue Form der innerstädtischen Mobilität nutzen. Beim sogenannten Pooling wird ein Fahrzeug von mehreren Fahrgästen gleichzeitig genutzt, der Mois-Bus hat sechs Sitzplätze. Der öffentliche Betrieb soll im April mit einer Flotte von 100 Fahrzeugen starten. Zu diesem Zeitpunkt sollen bereits mehrere hundert Personen für Moia arbeiten. In den kommenden zwölf Monaten soll die Flotte schrittweise auf 500 Fahrzeuge erweitert werden. Moia rechnet mit einem durchschnittlichen Fahrpreis von 6 bis 7 Euro. Generell sollen die Preise zwischen dem HVV-Tarif und den Kosten einer Taxifahrt liegen. Das Gebiet, in dem die neue Dienstleistung angeboten wird, soll sich schrittweise erhöhen und später möglichst das gesamte Stadtgebiet umfassen.

Schrittweiser Ausbau

„Die Digitalisierung schlägt eine Brücke zur Mobilität“ so Verkehrsenator Michael Westhagemann bei der Vorstellung im Hamburger Rathaus. Eine wissenschaftliche Begleitforschung soll die Effekte des Dienstes dokumentieren. So sollen die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr und auf das Taxengewerbe ermittelt werden. Im Falle einer positiven Evaluation ist die Aufstockung auf 1.000 Busse geplant, die dann zum ITS-Kongress 2021 über Hamburgs Straßen rollen könnten und den Anspruch Hamburgs als Hauptstadt der innovativen Mobilität unterstreichen, so Westhagemann weiter.
js/ma/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.moia.io/de/presse

Teststrecke Automatisiertes Fahren

Auch das Projekt „Teststrecke Automatisiertes und Vernetztes Fahren“ in der Hamburger City kommt voran: In den vergangenen Wochen ist an einer weiteren Straße die vierte von 37 vorgesehenen Ampeln so ausgestattet worden, dass sie Informationen per WLAN an Fahrzeuge senden kann. Im Rahmen der Strategie für Intelligente Verkehrssysteme („ITS-Strategie“) will Hamburg in den kommenden zwei Jahren eine rund neun Kilometer lange Teststrecke in der Innenstadt aufbauen – eins von zahlreichen weiteren ITS-Projekten.

Weitere Informationen:
www.its2021.hamburg
www.hamburg.de/weltkongress

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