Titel Luftfahrt
Förderprojekt Delia © Andreas Troll/Pixabay

ZAL-Projekt Delia fokussiert autonomes Fliegen

Bundesweites Förderprojekt widmet sich der Kommunikation in Luftfahrtzeugen. Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung in Hamburg übernimmt die Koordination

Hamburg ist Partner der EU-Initiative zur Förderung der Urban Air Mobility. Damit gilt die Elbmetropole als offizielle Modellregion für die Erschließung ziviler Nutzungsmöglichkeiten von Drohnen und anderen urbanen Luftverkehrstechnologien.

Eine Herausforderung dabei ist die Kommunikation. Das Projekt Delia befasst sich daher seit Mitte Februar mit einer Kommunikations- und Prozessorplattform, die eine Grundlage für zukünftige Mobilitätskonzepte legen soll. Koordiniert wird das Vorhaben vom Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg, in Zusammenarbeit mit AED Engineering GmbH, Solectrix GmbH, Airbus Operations GmbH und den Universitäten Stuttgart und Hamburg. Das Projekt wird im Rahmen der Fördermaßnahme KMU-innovativ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Status quo: Kommunikationskanäle häufig nicht kompatibel

Die urbane Mobilität der Zukunft wird sich durch autonomes Fahren und Fliegen stark wandeln. Doch die heutige Bordelektronik bestehe zumeist aus vielfältigen, abgeschotteten Systemen, die unterschiedliche Datennetzwerke zur Kommunikation nutzen. Diese Kanäle seien häufig nicht miteinander kompatibel und genügen den zukünftigen Anforderungen an Übertragungskapazitäten, Echtzeitfähigkeit und Interoperabilität nicht. Somit bremse diese Struktur Neuentwicklungen, so das ZAL

Delia-Plattform soll Abhilfe schaffen

Die Lösung dafür soll die Entwicklung einer modular verteilten und echtzeitfähigen Datenkommunikations- und Prozessorplattform sein. Diese sogenannte Delia-Plattform soll aus einzelnen Modulen bestehen, welche durch ein flexibles und echtzeitfähiges Glasfasernetz mit bis zu 25 Gbit/s (Gigabit pro Sekunde) miteinander verbunden sind. Die einzelnen Module sollen auf Prozessoren mit mehreren Kernen und auf programmierbare Schaltungen basieren, um eine definierte und reproduzierbare Datenverarbeitung zu garantieren. Die Laufzeit des Projektes ist bis 2022 geplant.
cf/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.zal.aero
www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de

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