Titel Tourismus neu
Zero-Waste-Beachclub Karo Beach - © Rindermarkthalle

Karo Beach: Deutschlands erster Zero-Waste-Beachclub

Die "größte und sauberste Sandkiste Deutschlands" im Hamburger Stadtteil St. Pauli ist eröffnet. Angebote auch für Firmen

Keine Heizpilze sondern Decken, kein Plastikgeschirr, Strohhalme aus Stroh und regional abgefüllte und gereinigte Getränkeflaschen: Die Initiatoren des Karo Beach, die Rindermarkthalle St. Pauli, die Teamgeist Nord GmbH und Stückgut-Unverpackt Einkaufen wollen mit dem nach ihren Angaben ersten Zero-Waste-Beachclub Deutschlands einiges anders machen. Ziel sei es, grundsätzlich möglichst wenig Energie und Ressourcen zu verbrauchen, nachhaltige und faire Produkte anzubieten und dabei so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Das Wetter dürfte mitspielen: An diesem Mittwoch (9. Mai) soll Karo Beach eröffnet werden.

Sommerfeste auch für Firmen

Karo Beach soll ausdrücklich kein Hotspot für junge Partygänger werden, sondern ab mittags attraktive Angebote wie Beachvolleyball oder Beachsoccer anbieten und Abends ein gemütlicher Ort zum Entspannen mit Freunden sein. „St. Pauli, die Schanze und das Karolinenviertel brauchen keine weitere Party-Location, sondern einen Ort, an dem man mal mit einem entspannten Kaffee in der Hand die Kinder laufen lassen kann“, erklärt Dominik Lorenzen, Gründer von Stückgut und Betreiber des Clubs.

Für Firmengruppen von 20 bis 500 Personen werden spezielle Pakete und Teamaktivitäten angeboten. Eventzelte sollen dabei eine wetterfeste Location für Sommerfeste sein. Größere Firmen können bei Bedarf ab 22 Uhr in der Rindermarkthalle weiter feiern. Zusätzliche Freizeitangebote wie z.B. ein „Beachescape“ in einer Strandhütte sind in Planung.

Experimentierlabor für Nachhaltigkeit

Hinter Karo Beach steht die Initiative „Stückgut-Unverpackt Einkaufen“, die am 4. April ihren zweiten Unverpackt-Laden in der Rindermarkthalle eröffnete. Bestellungen werden elektronisch direkt an die Gastronomen der Rindermarkthalle übertragen und die Speisen durch diese direkt an die Tische gebracht. „Der Karo Beach ist für uns eine Art Experimentierlabor für Ideen in der Gastronomie“, erklärt Unverpackt Gründerin Insa Dehne. „Wir wollen die Bewegung in die gesamte Stadt tragen.”

Nachhaltiger Food-Hotspot

Der Zero-Waste Ansatz von Karo Beach ist ein Teil des Nachhaltigkeitskonzeptes der Rindermarkthalle St. Pauli. Martin Bo Ahlers, Centermanager: „Dazu zählen zum Beispiel auch unsere kostenfreien Stellplätze für Car2Go, das Hauptquartier für das Sharing-Angebot Clever-Shuttle und die Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die wir demnächst anbieten werden. Bereits jetzt werden in unserem E center Konzepte an der Frischetheke zur Plastikvermeidung getestet. Gemeinsam mit Stückgut wollen wir die Rindermarkthalle zum nachhaltigsten Food-Hotspot Deutschlands machen.“

Plastik-Strohhalme ade

Im Rahmen der Eröffnung des Karo Beach startet auch die Kampagne FCKPLASTIC von der Green Music Initiative und des Clubkinder e.V., die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Club-/Kulturleben nachhaltiger zu machen. Im ersten Schritt wird mit dem Zwischenziel begonnen, Hamburg vom Plastik-Strohhalm zu befreien. Unter dem Motto „Love nightlife – hate plastic: FCKSTRAWS“ werden Hamburger Clubbetreiber über Alternativen zum Plastikstrohhalm informiert und motiviert, die Verwendung von Plastikstrohhalmen hamburgweit einzustellen.
js/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.rindermarkthalle-stpauli.de
www.karo-beach.de

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.